Freitag, 27. Januar 2012

Quarkblätterteig - eine Alternative

Immer wieder taucht in diversen Foren die Frage auf, wie man Blätterteig herstellt. Bei Küchentanz gibt es eine tolle Anleitung. Und eigentlich ist es gar nicht so schwierig.

Ich persönlich mache sehr gerne Quarkblätterteig, der geht nämlich viel einfacher und ist nicht ganz so fett.

Das Grundrezept lautet:
  • 250g sehr kalte Butter
  • 250g Mehl
  • 250g gut abgetropften Magerquark
  • 1 Prise Salz
Ich verwende zum Verkneten einen Multimixer mit Teigmesser. Das funktioniert super und ist eine saubere Angelegenheit. Sollte man so ein Teil nicht besitzen, muss man die
Zutaten einfach schnell mit der Hand verkneten.

Ich gebe zuerst das Mehl in den Behälter. Die sehr kalte Butter schneide ich in kleine Würfel, gebe es zum Mehl und vermische es kurz mit einem Löffel, so daß die Butterstückchen eine leichte Mehlschicht haben. Dann gebe ich den Quark und das
Salz dazu. Nun den Deckel auf den Behälter setzen und wirklich nur kurz verrühren.
Es soll eine klebrige Masse entstehen, in der ganz deutlich die Butterstückchen sichtbar sind.






Nun gibt man den Teig auf eine gut bemehlte Unterlage.
und formt daraus eine etwa 2cm dicke, rechteckige Platte. Die Platte beim Ausrollen immer wieder leicht bemehlen, damit das Nudelholz nicht daran kleben bleibt. (Aber nur soviel, wie unbedingt nötig) Die Platte bekommt man mit einer Teigkarte gut in Form.

Nun schlägt man die obere Kante bis nicht ganz zur Mitte der Platte nach unten, ebenso die untere Kante.



Nun obere Kante auf untere Kante falten.


Diese Teigstück entweder in Plastikfolie einwickeln, oder in einen Plastikbehälter mit Deckel legen und kalt stellen.

Je nach Temperatur (ich stelle es bei so kalten Außentemperaturen ins Freie) kann man das Teigstück bereits nach einer halben Stunde weiterverarbeiten.
Ausgangsbasis für alle weiteren Touren:



Das Teigstück nun mit dem Nudelholz mehr auseinanderklopfen als rollen und mit der
Teigkarte wieder ein relativ exaktes Rechteck formen.
Nun wie oben beschrieben, wieder falten
Dann wieder kaltstellen. Diesen Vorgang führe ich jetzt noch mindestens 1x aus,
wenn ich Zeit habe, auch bis zu 3x. Das Kaltstellen zwischen jedem einzelnen touren ist äußerst wichtig.

Gestern habe ich aus dem Quarkblätterteig Schinkenhörnchen gemacht.
Die Füllung bestand aus kleingeschnittenem Schinken, Frischkäse, geriebenem Emmentaler, Salz und Pfeffer.
Das Ergebnis sah so aus:


Die Hörnchen waren sehr knusprig und schön blättrig.
Nach dem Aufrollen ist es wichtig, sie nochmal kalt zu stellen und erst nach
dem Kaltstellen mit Ei zu bestreichen.

Den Teig inclusive erster Lage rollen und touren schaffe ich in 5 Minuten, jede weitere Tour kostet mich ebenfalls höchstens 5 Minuten.

Quarkblätterteig kann man sowohl für süßes, als auch für salziges Gebäck verwenden.
Eine weitere, einfache Variante ist Rahmblätterteig. Das Rezept dafür lautet:
  • 250g Mehl
  • 250g sehr kalte Butter
  • 1Pr. Salz
  • 6EL sauerer Rahm
  • 1EL Rum
  • nach Belieben 1 TL Zucker
Diesen Teig verwende ich z.B für Holländer Kirschtorte oder er eignet sich gut für Schillerlocken. Die Vorgehensweise ist identisch mit Quarkblätterteig. 



Kommentare:

  1. Wenn ich die bei Sprüngli in Zürich kaufe, dann sehen die genauso aus. Und ich bin überzeugt, daß sie genauso gut schmecken. Ich könnte glatt in den Bildschirm beißen....

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  2. Das Rezept ging mir nicht mehr aus dem Kopf, ausprobieren, ausprobieren. Und es war soooo gut, daß meine 12jährige zum ersten Mal(!) etwas backen wollte. Und so gab es dieses leckere Gebäck gleich zweimal hintereinander. Doch leider hält es nicht lange, die schmatzfeinen Stücke verschwinden so schnell, daß sie noch nicht einmal richtig kalt werden können!
    LG Stephanie

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    1. Meine Tochter ist auch 12 Jahre alt, und sie hilft bei solchen Sachen ungemein gerne mit. Sie hatte in der 5.Klasse Gym ein Jahr Kochen und auch wenn sie dort die Hörnchen aus fertigem Blätterteig gemacht haben, so hat sie immer hin ein Jahr ein bischen Kochluft geschnuppert;-)

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