Dienstag, 6. November 2012

Brautkleid und Gewerbeschau

Nun gibt es ein Bild der "echten" Braut. Ein Kleid wirkt dann nochmal ganz anders.

Außerdem habe ich im September an der örtlichen Gewerbeschau teilgenommen, um mich und mein Handwerk zu präsentieren. Viele wußten nicht, dass man sich  Brautkleider individuell anfertigen lassen kann. So hoffe ich, auf lange Sicht einige Kunden gewonnen zu haben.  

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Es wird herbstlich

Die aktuellen Modefarben sind genau die, die ich sehr liebe und die mir außerdem gut stehen. Ich habe schon seit fast 2 Jahren eine Covermaschine und diese wurde bisher viel zu wenig benutzt. Daher kam mir der Stoff für dieses Kleid ganz recht. Ich hatte außerdem noch einen Schnitt von VOGUE Patterns rumliegen - das Modell V1194 von Donna Karan.
Der Schnitt fing bei Grösse 16, was einer deutschen Grösse 40/42 entspricht, an. Die Maßtabelle stimmt ziemlich mit meinen Maßen überein, trotzdem fiel das Kleid recht üppig aus und ich musste die Ärmel und Seitennähte enger nähen.
 


Abgesehen von den Einkräuselungen an der Schulter und an der Taille ist das komplette Kleid mit der Overlockmaschine genäht, nur für die Säume und den Ausschnitt kam die Covermaschine zum Einsatz. Damit die erhöhte Taille schön eng sitzt, habe ich beim Overlocken ein Framilonband mitlaufen lassen.





Mittwoch, 12. September 2012

Brautkinder

Bei der Hochzeit eines Verwandten durften meine Tochter und meine Nichte Brautkinder sein.
Ich habe dafür eine Wildseide in creme von der Firma Fucotex in Augsburg verwendet.
Leider war es an dem Tag so kalt, dass die Kinder  Jäckchen tragen mussten.
Für die Kleider habe ich einen Schnitt von Ottobre verwendet, den ich aber leicht
abgewandelt habe. Am Vorderteil habe ich ein paar Biesen genäht, damit es
nicht ganz so schlicht wirkt.




Dienstag, 24. Juli 2012

Brautkleid aus Seidenduchesse und Spitze

Dieses Kleid besteht aus Seidenduchesse und Spitze. Der Duchesse ist komplett auf Seidenorganza aufgearbeitet. Die Spitze habe habe ich einzeln ausgeschnitten und dann von Hand auf den Stoff genäht. Ursprünglich sollte das Oberteil aus gerafftem Seidenchiffon bestehen, leider wirkte der Stoff zusammengerafft viel dunkler als das
Kleid. Darum haben wir uns dann für die Spitze entschieden.





Montag, 16. Juli 2012

Brautkleid - zum Zweiten

Ein herzliches Dankeschön an den Fotografen Jörg Deisinger und die Braut, die mir freundlicherweise erlaubt haben, die Bilder zu verwenden.


Donnerstag, 14. Juni 2012

Brautkleid mit Spitze

Nachdem die Hochzeit vorbei ist, wird es Zeit ein paar Bilder des fertigen Brautkleids zu zeigen. Professionelle Bilder werde ich noch erhalten, die Qualität der hier gezeigten ist nicht überragend, aber Details sind gut zu erkennen. Die Mama der Braut hat fleissig mitgeholfen, und vor allem beim Spitze-Zusammensetzen bei Rock und Jäckchen einen Großteil der Handnäharbeit erledigt.

 Schlingenverschluss, darunter nahtverdeckter Reißverschluss


 Die Schleppe kann zum Tanzen hochgenommen werden.

Dienstag, 17. April 2012

Spitzenverarbeitung an einem Brautkleid

Im Moment nähe ich gerade wieder an einem Brautkleid. Es wird ein Korsagenkleid,
schmal geschnitten mit einer kleinen Schleppe nach hinten. Für die Kirche möchte die Braut eine Jacke aus der Spitze. Die traumhafte Galonspitze  haben wir bei Fucotex gekauft, die reine Duchesseseide ebenfalls.
Bei der Spitzenverarbeitung lege ich grössten Wert darauf, dass die Spitze nicht einfach in die Seitennaht genäht wird, sondern es soll möglichst so aussehen, als ob das ganze
Kleidungsstück aus einem Guß ist. Darum gibt es ein paar Detailbilder zum Anschauen.





Das komplette Unterkleid aus Duchesse wurde auf Seidenorganza aufgearbeitet. Dies verbessert den Fall und Nähte drücken sich nicht durch.


Donnerstag, 16. Februar 2012

Krapfen






Krapfen habe ich auch noch gebacken. Nicht alle sind so schön geworden,
wie die drei Exemplare auf dem Bild.
Das Rezept stammt wieder aus dem Bayerischen Kochbuch von Maria Hoffmann.

500g Mehl,
1Pr. Salz
30g Hefe
250ml Milch (immer vorsichtig nach und nach zugeben)
50g Zucker
3 Eigelb
80g Butter
2 EL Rum
Marmelade nach Belieben zum Füllen

Es wird ein zarter Hefeteig hergestellt, den ich sehr gut abschlage.
Diesmal habe ich Kugeln gedreht, werde aber beim nächsten Mal die
Ausstechmethode probieren.
Die Krapfen abgedeckt sehr gut gehen lassen, am besten langsam an
einem etwas kühleren Ort. Dann mit der Unterseite nach unten je
2-4 Minuten bei 170 Grad backen. In der Zeit muss ein Deckel
auf den Topf, bzw die Fritteuse schliessen.
Die Krapfen wenden und bei offenem Behälter fertig backen.
Erkalten lassen, füllen und mit Zucker oder Puderzucker bestäuben.

Montag, 13. Februar 2012

Schneeballen

Wenn ich schon mal drüber bin, backe ich in der Regel gleich grössere Mengen
Schmalzgebäck. Außer den Zimtrollen habe ich noch Schneeballen, die ebenfalls in
Franken verbreitet sind und Krapfen gebacken.

Schneeballen sind ebenfalls lange haltbar und es gibt verschieden Rezepte dafür.
Ich habe mich an das Rezept aus dem Bayerischen Kochbuch von Maria Hoffmann gehalten.

Es lautet:
375g Mehl
50g Zucker
50g Butter
3 Eier
3 EL Sauerrahm
2 EL Rum
1 Prise Salz
Puderzucker zum Bestäuben

Zum Backen verwende ich Butterschmalz und mische es mit Pflanzenfett.
(ungefähr 2/3 Butterschmals, 1/3 Pflanzenfett)

Es gibt sehr üppige Rezepte, mit einem hohen Eigelbanteil, aber ich bin mit dem Rezept oben sehr zufrieden.

Aus den Zutaten stellt man einen relativ weichen Knetteig her und stellt ihn kalt.
dann sticht man kleine Fladen ab (Teigmenge ergab bei mir 13 Schneeballen)
und wellt diese in Desserttellergrösse etwa 2mm hoch aus.


mit dem Radel schneidet man im Abstand von gut 1 cm ein, Rand nicht durchschneiden. Nun fädelt man die Streifen mit einem Kochlöffel abwechselnd durch.


Da ich kein Schneeballeneisen habe, behelfe ich mir mit einem relativ großen Schöpflöffel und halte den
Ballen mit dem Ende eines Kochlöffelstiels in Form. Wenn die eine Seite gut gebacken ist, drehe
ich den Ballen um.
Dieses Bild ist leider nicht gut, es soll zeigen, wie man den am Kochlöffelstiel hängenden Teigfladen
 in den Schöpflöffel gleiten lässt




Nach dem Backen bestäubt man mit Puderzucker.


Sonntag, 12. Februar 2012

Zimtrollen - eine Spezialität aus Franken

Ich kannte diese Art von Gebäck überhaupt nicht, bis wir es in der Hauswirtschaftsschule
 in der Kocheinheit"Schmalzgebäck" zubereitet haben.
Da der Teig sehr Butterhaltig ist, ist es auch nach längerer Lagerzeit noch äußerst schmackhaft.
 In Mittelfranken war es wohl üblich, zur Konfirmation den "Glückwunschüberbringern"
 Kuchenpakete als Dank mit nach Hause zu geben und dafür eignete/eignet sich diese Art
 von Gebäck hervorragend, weil man es schon lange vor dem Festtag zubereiten konnte.
 Zur Kirchweih wird es natürlich auch gerne gebacken.
Zum Backen benötigt man ein sogenanntes Rolleneisen.


Kaufen kann man dieses z.B bei Amazon


Rezept:
500g Mehl
1 Prise Salz
250g Butter
2cl Rum
100g Zucker
2-3 Eier
1 Tasse Sauerrahm
Zimtzucker zum Wenden

Daraus stellt man einen Knetteig her, der von er Beschaffenheit relativ weich ist. Ich habe nur 2 Eier genommen, dafür einen Becher Sauerrahm.
Den Teig habe ich für 2 Stunden kühl gestellt.
Dann wird der Teig etwa 2 mm dick ausgerollt und in Rechtecke von
etwa 12x13 cm geschnitten.
Dieses Rechteck wird um die Rolle gelegt und mit einer Koch-Schnur, (locker wickeln,
sonst schneidet man den Teig durch) befestigt.




Dann im heissen Fett rausbacken, bis eine schöne Bräunung entstanden ist, Schnur vorsichtig lösen und noch warm im Zimtzucker wälzen.




Freitag, 27. Januar 2012

Quarkblätterteig - eine Alternative

Immer wieder taucht in diversen Foren die Frage auf, wie man Blätterteig herstellt. Bei Küchentanz gibt es eine tolle Anleitung. Und eigentlich ist es gar nicht so schwierig.

Ich persönlich mache sehr gerne Quarkblätterteig, der geht nämlich viel einfacher und ist nicht ganz so fett.

Das Grundrezept lautet:
  • 250g sehr kalte Butter
  • 250g Mehl
  • 250g gut abgetropften Magerquark
  • 1 Prise Salz
Ich verwende zum Verkneten einen Multimixer mit Teigmesser. Das funktioniert super und ist eine saubere Angelegenheit. Sollte man so ein Teil nicht besitzen, muss man die
Zutaten einfach schnell mit der Hand verkneten.

Ich gebe zuerst das Mehl in den Behälter. Die sehr kalte Butter schneide ich in kleine Würfel, gebe es zum Mehl und vermische es kurz mit einem Löffel, so daß die Butterstückchen eine leichte Mehlschicht haben. Dann gebe ich den Quark und das
Salz dazu. Nun den Deckel auf den Behälter setzen und wirklich nur kurz verrühren.
Es soll eine klebrige Masse entstehen, in der ganz deutlich die Butterstückchen sichtbar sind.






Nun gibt man den Teig auf eine gut bemehlte Unterlage.
und formt daraus eine etwa 2cm dicke, rechteckige Platte. Die Platte beim Ausrollen immer wieder leicht bemehlen, damit das Nudelholz nicht daran kleben bleibt. (Aber nur soviel, wie unbedingt nötig) Die Platte bekommt man mit einer Teigkarte gut in Form.

Nun schlägt man die obere Kante bis nicht ganz zur Mitte der Platte nach unten, ebenso die untere Kante.



Nun obere Kante auf untere Kante falten.


Diese Teigstück entweder in Plastikfolie einwickeln, oder in einen Plastikbehälter mit Deckel legen und kalt stellen.

Je nach Temperatur (ich stelle es bei so kalten Außentemperaturen ins Freie) kann man das Teigstück bereits nach einer halben Stunde weiterverarbeiten.
Ausgangsbasis für alle weiteren Touren:



Das Teigstück nun mit dem Nudelholz mehr auseinanderklopfen als rollen und mit der
Teigkarte wieder ein relativ exaktes Rechteck formen.
Nun wie oben beschrieben, wieder falten
Dann wieder kaltstellen. Diesen Vorgang führe ich jetzt noch mindestens 1x aus,
wenn ich Zeit habe, auch bis zu 3x. Das Kaltstellen zwischen jedem einzelnen touren ist äußerst wichtig.

Gestern habe ich aus dem Quarkblätterteig Schinkenhörnchen gemacht.
Die Füllung bestand aus kleingeschnittenem Schinken, Frischkäse, geriebenem Emmentaler, Salz und Pfeffer.
Das Ergebnis sah so aus:


Die Hörnchen waren sehr knusprig und schön blättrig.
Nach dem Aufrollen ist es wichtig, sie nochmal kalt zu stellen und erst nach
dem Kaltstellen mit Ei zu bestreichen.

Den Teig inclusive erster Lage rollen und touren schaffe ich in 5 Minuten, jede weitere Tour kostet mich ebenfalls höchstens 5 Minuten.

Quarkblätterteig kann man sowohl für süßes, als auch für salziges Gebäck verwenden.
Eine weitere, einfache Variante ist Rahmblätterteig. Das Rezept dafür lautet:
  • 250g Mehl
  • 250g sehr kalte Butter
  • 1Pr. Salz
  • 6EL sauerer Rahm
  • 1EL Rum
  • nach Belieben 1 TL Zucker
Diesen Teig verwende ich z.B für Holländer Kirschtorte oder er eignet sich gut für Schillerlocken. Die Vorgehensweise ist identisch mit Quarkblätterteig.